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Katedra germanistiky FF UMB
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Über die Tagung

 

Gewalt und Sprache

XII. Tagung des Verbandes der Deutschlehrer und Germanisten der Slowakei

Anlässlich des 25. Jubiläums der Gründung des Verbandes der Deutschlehrer und Germanisten der Slowakei

30. Juni 2016 - 2. Juli 2016, Bratislava

 

Veranstalter der Tagung

  • Verband der Deutschlehrer und Germanisten der Slowakei
    • Kontakt: SUNG, Katedra germanistiky FF UMB, Tajovského 40, 974 01  Banská Bystrica, Slowakei
  • Lehrstuhl für Germanistik, Niederlandistik und Skandinavistik der Philosophischen Fakultät der Comenius Universität Bratislava
    • Kontakt: Katedra germanistiky, nederlandistiky a škandinavistiky FiF UK, Gondova 2, 814 99  Bratislava

Organisationsteam

  • Jozef Tancer
  • Nadežda Zemaníková
  • Michal Dvorecký
  • Sabine Eickenrodt
  • Monika Šajánková
  • Katarína Motyková

 

Call for Papers

Der Call for Papers zum Herunterladen

 

Einladung zur Tagung

Die Einladung zur Tagung zum Herunterladen

 

Rückmeldung zur Tagung

http://www.karpatenblatt.sk/download/2016/2016-10.pdf

 

Charakteristik der Tagung

Im Zentrum der Tagung des Verbandes der Deutschlehrer und Germanisten der Slowakei (SUNG) stehen Überlegungen zum Verhältnis von Gewalt und Sprache. Erwünscht sind Beiträge, die auf die Darstellung von physischer und psychischer Gewaltausübung Bezug nehmen bzw. Formen von struktureller oder symbolischer Gewalt thematisieren, die potentiell oder real diskriminierende Ordnungen und Macht-Asymmetrien etablieren bzw. überlieferte Autoritäten befestigen.

Grundsätzlich gilt für alle hier aufgerufenen Disziplinen (Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft, Translatologie, Medienwissenschaft, Sprachlehr- und Sprachlernforschung und Didaktik), dass die Sprache zum einen ein Mittel ist, mit dem über Gewalt kommuniziert wird, und zum anderen ein Instrument, das selbst der Ausübung von Gewalt dient. Sprechen ist in vielen Situationen identisch mit einem sprachlichen Handeln, das die Anderen stigmatisiert und ausgrenzt (hate speech) und/oder einbezieht (otherness). Gesellschaftlich anerkannte Sprachgewalt, die Beherrschung der öffentlichen Rede also, schlägt nicht selten um in eine Gewalt durch Sprache. Sprechen und Schreiben dienen bekanntlich nicht nur der Konfliktlösung durch Kommunikation, sondern tragen auch entscheidend zur Eskalation von Konflikten und Auseinandersetzungen bei.

Neben verschiedenen globalen aktuellen gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Themen, die diese SUNG-Tagung leiten, steht auch die Reflexion der Sprachen- und Bildungspolitik in der Slowakei zur Debatte. Angesichts der intensiven Diskussionen der letzten Jahre über die Rolle der Fremdsprachen in unserer Gesellschaft stellt sich die Frage, welchen Einfluss die Staatsgewalt auf die Ausbildung von Deutschlehrern, Dolmetschern oder Übersetzern hat. Wie ist die aktuelle Sprachenpolitik im Rahmen einer Vision von einem mehrsprachigen Europa zu verorten bzw. zu bewerten?

Im Rahmen des Themas dieser Tagung kann das Verhältnis von Gewalt und Sprache in folgenden Bereichen erläutert werden:

  • Semantiken und kulturelle Deutungsmuster der Gewalt in Literatur, Presse, Film, Fernsehen, Comic und Internet (gewaltaffine Literaturströmungen, und Gattungen, Repräsentationsformeln von Gewalt, genderspezifische Aspekte von Gewaltdarstellung)
  • Gewalt der Sprache als ästhetisches (bzw. rhetorisches) Phänomen
  • Strukturelle und symbolische Gewalt im Literaturbetrieb (literarische Institutionen, Kontrollmechanismen des literarischen Diskurses, Literaturstreit)
  • Sprachpolitik und Sprachenpolitik (Etablierung von sprachlichen Normen, Sprachgesetzgebung, Sprachpolitik im Schulwesen, Rolle und Möglichkeiten des Fremdsprachenunterrichts)
  • Sprachstörung, Sprachverlust, Sprachtrauma, Sprachdiskriminierung
  • Gewaltterminologie in juristischen Texten in lexikalischer und translatologischer Hinsicht
  • Sprache der Propaganda und Werbung
  • Herstellung und Verbreitung von Feindbildern in den Medien
  • Konfliktmanagement im Unterricht
  • Gewaltfreie Kommunikation im Unterricht

 

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